Serienerfolg – Monster-Alarm in Munzig

Das Race-Center-Munzig, das Austragungsort des 2. Events der Monster-Action-Tour 2009 war, mutierte am Wochenende des 27. und 28. Juni zum Epizentrum für echte Bash-Fans. Rund 40 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um in etlichen Disziplinen mit ihren Monstertrucks und Truggys gegeneinander oder besser gesagt miteinander anzutreten. Das war auch garantiert, denn Spaß steht bei der Veranstaltungs-Serie der Firmen Graupner, Krick, Kyosho, LRP electronic, Multiplex und Thunder Tiger an erster Stelle und genau aus diesem Grund ist die Tour auch so beliebt. Miteinander statt gegeneinander, so steht es geschrieben und das kam auch in Munzig sichtlich gut an.
Aus ganz Deutschland waren die Piloten angereist. Man kennt sich, man trifft sich. Sogar aus Dänemark, was ja bekanntlich nicht gerade um die Ecke liegt, war ein Teilnehmer mit einem Truggy am Start. Viele waren bereits in Bretten-Gölshausen bei Multiplex dabei, aber auch etliche neue Gesichter sah man beim zweiten Lauf, der von LRP electronic organisiert war. Die neue Offroad-Strecke des Race-Centers befand sich noch im Bau, sodass auf die Outdoor-Strecke für Glattbahner ausgewichen werden musste. Letztlich kein Problem, denn auch das Fahrwerk eines Monstertrucks lässt sich schnell und einfach tieferlegen, um beim Short-Course-Rennen gute Karten zu haben. Vorher jedoch war großer Federweg vonnöten denn die erste Disziplin nannte sich Trial-Parcours. Gleich am Samstag hieß es also konzentriert mit dem Gasfinger zu agieren und natürlich auch das Quäntchen Glück zu haben.

Auch eine Art, die Fässer zu überqueren – Vollgas bis zum Anschlag
Fun-tastisch
Ein schwieriger Parcours stand jedem Fahrer bevor. Start mit Sprung über eine Rampe, danach steil eine Auffahrt hoch, über zwei schmale Bretter und wieder mit einem Sprung zurück auf den Boden. Wer glaubte, dass dies einfach ist, täuschte sich gewaltig. Das war bislang nur die Hälfte der Hindernis-Strecke und schon hier brauchten viele alle drei Versuche je Hürde. Das wirkte sich natürlich auf die Gesamtzeit aus aber dennoch war es besser mit einer schlechten Zeit ins Ziel zu kommen als eben gar nicht. Weitere steile Hindernisse, ein Waschbrett aus erhöhten Metalldeckeln und das Überqueren von liegenden Tonnen war Teil dieser Prüfung. Zum Abschluss noch ein Zielsprung über eine Rampe durch ein festgestecktes Tor – nach plus/minus 1 Minute hatte man es geschafft. Der ganze Parcours wurde zweimal durchfahren, so konnte der bessere Lauf in die Wertung einfließen.

Diese Rampe kam zweimal zum Einsatz. Beim Hochsprung am Sonntag katapultierte sie die RC-Cars in schwindelerregende Höhen
Für Samstag war außerdem Hochsprung angesagt. Eine ausgediente Skateboard-Rampe als Anfahrt eignete sich dafür perfekt. Dahinter lag die höhenverstellbare Latte, die es in Leichtathletikmanier zu überspringen galt. Mit einem vorher festgelegten Anlauf schafften die ersten Höhen nahezu alle Fahrer. Der eine oder andere benötigte jedoch im Laufe des Wettbewerbs etwas Zielwasser und so gab es gleich mehrere Male einen spektakulären Lattenbruch an der Rampe. Spaß hatten letztlich alle, auch wenn das Material hier extrem beansprucht wurde und auch mal was auf der Strecke blieb. Wildes Umhergebashe gab es natürlich die ganze Zeit über. Selbst das wechselhafte Wetter mit dezentem Niederschlag störte hierbei nicht.

Die unterschiedlichsten Hindernisse warteten auf die Teilnehmer. Steile und rutschige Auffahrten waren nur ein kleiner Teil des Parcours
Jagdinstinkt
Sonntags hieß es dann auch ein kleines bisschen den direkten Wettkampf auszutragen. Short-Course-Rennen standen auf der Liste. Gefahren wurde in Vierergruppen, natürlich je nach Kategorie. Elektro oder Verbrenner spielte hierbei, wie schon bei der gesamten Veranstaltung keine Rolle. Es waren klassische Ausscheidungsrennen, bei denen derjenige weiter kam, der als Erster im Ziel war. Bei der Monster-Action-Tour waren es aber immer die ersten Zwei. Die Truggys hatten dabei natürlich einen kleinen Vorteil, denn sie lagen wesentlich tiefer. Keine Frage also, dass viele Monsterfahrer versuchten, durch breitere Schlappen und weniger Federweg, den Schwerpunkt der Modelle möglichst weit zu senken. Das gelang einigen durchaus erfolgreich und so waren die vier zu fahrenden Runden auch bei den Monstern spannende Duelle. Diese Kategorie zog sich etwas hin, da ja jeweils Sieger ermittelt werden mussten. Diese Zeit verbrachten viele mit Reparaturen oder den Vorbereitungen für die letzte Disziplin.

Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Die Monster-Action-Tour eignet sich bestens für einen Familien-Ausflug
Gegen Mittag dann der Teilwettbewerb, der auf keinen Fall fehlen durfte. Ein Gewicht auf einem Rollwagen und etwa 15 Meter Strecke bergauf – ganz klar, die Rede ist von Pulling. Die Sonne brannte mittlerweile recht kernig, sodass lange Motoraufwärmphasen bei den Verbrenner-Modellen auf kurzes heftiges Gasgeben vor dem Start reduziert wurden. Unterschied zum Pulling beim ersten Lauf in Bretten-Gölshausen war hier jedoch, dass nicht die Weite gemessen wurde, sondern die Zeit. Wer gar nicht erst die Ziellinie erreichte, bekam dafür eine vorher festgelegte Zeit eingetragen. Natürlich gab es wieder zwei Versuche für jeden und natürlich war wieder Spannung bis zum Schluss garantiert. Viele Fahrer konnten sich deutlich verbessern, aber einige scheiterten auch. Vollgas ist eben nicht immer das Mittel zum Zweck. Mit der Wahl der schönsten Karosserie waren dann die drei geplanten Disziplinen für den Sonntag gemeistert.

So manch einer verzweifelte an den steilen Rampen und nahm lieber die Abkürzung
Von Erfolg gekrönt
Bei den meisten Veranstaltungen zählt letztlich nur derjenige etwas, der auf dem Siegertreppchen steht und einen der begehrten Pokale mit nach Hause nehmen kann. Sicherlich gibt es auch bei der Monster-Action-Tour für die Punktbesten einen Podestplatz und einen Pokal, aber das ist fast schon Nebensache. Ganz nach dem Monster-Action-Tour-Motto „Be part of it“ zählt das Mitmachen mehr als der reine sportliche Erfolg. So gab es beispielsweise auch keine wilde Diskussion vom dänischen Teilnehmer Norbert Grümmer, dem nach der obligatorischen Siegerehrung zusammen mit der Rennleitung auffiel, das er in der Truggy-Klasse punktgleich mit Max Heydenreich den 3. Platz belegte, aber ohne Pokal die Heimreise antreten musste. Robert Heidrich sicherte sich mit seinem Kyosho Inferno vor Victor Döring mit einem Traxxas Revo Platz eins.

Natürlich gab es Pokale für die Sieger. Bei den Truggys waren es Robert Heidrich auf Platz eins, Victor Döring auf Platz zwei und Max Heydenreich auf Rang drei
Bei den Monstertrucks war es ebenfalls knapp. Letztlich hatte aber Uwe Spittelmeister mit seinem Traxxas-Modell die meisten Punkte beisammen. Traxxas-Team-Kollege Steffen Schneider kam mit einem Rückstand von nur fünf Zählern auf Rang 2. Ralph Bauer, der mit einem Brushless-Monster unterwegs war, schaffte es auf Rang 3. Als echte Sieger konnten sich aber alle Teilnehmer fühlen, denn am Schluss der Veranstaltung wartete wieder eine schmucke Sachpreis-Verlosung, bei der jeder mit tollen Gewinnen belohnt wurde. Ob mit oder Pokal, ob mit oder ohne Sachpreis – zufrieden waren die Teilnehmer alle. Die Monster-Action-Tour machte Station in Munzig und begeisterte Fahrer und Zuschauer. Nächster Stopp ist am 29. und 30. August in Mechernich.

Für das Short-Course-Rennen hatten viele ihre Modelle tiefergelegt oder eben mit extrem breiten Reifen ausgestattet, um das Kippverhalten zu minimieren
Ihr habt einen Monstertruck oder Truggy? Ihr wollt ein spannendes, actionreiches Wochenende erleben? Ihr könnt dabei sein! Be part of it. Kommt zur Monster-Action-Tour 2009.

Die Sieger der Klasse Monster: Uwe Spittelmeister (Mitte), Steffen Schneider (rechts) und Ralph Bauer (links)

Start frei: Vier Runden Renn-Action, bei der der Erste und Zweite jeweils weiter kam

Die Paradedisziplin der Tour: Das Pulling ist sehr beliebt und zudem noch spektakulär

Windschattenfahren konnte durchaus einen Vorteil bringen. Wer dann noch einen satten Gas-Überschuss hatte, war eindeutig auf der Überholspur

Vollgepackt mit zukunftsorientierter Technik: Mit Brushless-Antrieb war man ganz vorne mit dabei

Preisverleihung: Am Ende konnten alle Teilnehmer ordentlich absahnen







