Raketenstart // Monster-Action-Tour-Part 1

Monster-Action-Tour


Be part of it – so lautet das Motto der Monster-Action-Tour 2009. Dabei sein, Spaß haben und das ganz ohne den sonst hektischen Rennalltag? Das gibt es nicht oft. Auch wenn viele lokale Rennserien das ­Prädikat „Jedermann-Rennen“ tragen, steht doch oftmals der sportliche Konkurrenzkampf ganz klar im Vordergrund. Doch will das auch jeder? Nein! Ganz im Gegenteil. Die Monster-Action-Tour 2009 – eine ­Gemeinschaftsaktion der Firmen Graupner, Krick, Kyosho, LRP electronic, Multiplex und Thunder Tiger – ­bewies bereits beim Auftakt-Event in Bretten-Gölshauen, dass Wettbewerb auch anders geht.

Das Konzept und die gute Organisation machten das Wochenende vom 09. bis 10. Mai zu einem actiongeladenen Erlebnis. Zum Auftakt der Tour hatten sich satte 40 Teilnehmer gemeldet, um es mit ihren Monstertrucks und Truggys ordentlich krachen zu lassen. Fünf anspruchsvolle Disziplinen und so gut wie keine Beschränkung – das war eine Garantie für ausreichend Fahrspaß, denn so fuhren Verbrenner gegen Elektros und Hobbyfahrer gegen Profis. Also Klappe und Action zum Tourstart auf dem Firmengelände von Multiplex.


Beim Trial war Konzentration gefragt: Dieser mit Brushlessantrieb ausgestattete Mugen hatte bei den meisten Hindernissen leichtes Spiel. Beim Überqueren der ­Hängebrücke nützte die Motor-Power aber nichts

Stressfrei

Ein lockeres Wochenende ganz ohne Stress sollte es werden und die Zeichen dafür standen gut. Beim Aufbau herrschte unter den Teilnehmern bereits eine ausgesprochen gute Stimmung und da viele sich schon von anderen Events kannten, ging es äußerst locker zu. Platz für Pavillons und Schraubertische stand ausreichend zur Verfügung. Wer keine eigene Sitzgelegenheit mit auf die Reise nach Bretten-Gölshausen geschleppt hatte, wurde vor Ort bestens versorgt und auch Stromanschlüsse waren keine Mangelware. Nach und nach füllte sich das Fahrerlager und der eine oder andere nutzte bereits ab Samstagvormittag das freie Training, um die verschiedenen Parcours zu testen.

Monster-Action-Tour
Schwierig war es durchaus. Der Trial-Parcours hatte so seine Tücken

Gegen Mittag dann die offizielle Eröffnung mit anschließender Fahrerbesprechung. Jetzt ging es also los. Trial war als erste Disziplin angesagt. Unterschiede zwischen Verbrenner und Elektro oder Monster und Truggy wurden hier keine gemacht. Also Chancengleichheit für alle. Hindernisse wie steile Rampen, Wippen oder Hängebrücken galt es zu überwinden. Zu diesem Parcours zählten auch ein Slalom-Kurs und eine Hill-Climbing-Sektion mit kurzem Anlauf. Gewertet wurden die Fehler, also Abstürze oder mehr als drei Versuche bei einem Hindernis und die Zeit. Maximal fünf Fehler pro Hindernis ergaben bei sieben Sektionen so eine Höchstfehlerquote von 35. Für die Gesamtstrecke standen zudem lediglich fünf Minuten zur Verfügung.

Renn-Action

Wer nicht in der Schlange beim Trial anstand, fuhr unterdessen auf dem Rundkurs ein Verfolgungsrennen über drei Runden. Sieger wurde, wer zuerst wieder seinen Startpunkt passiert hatte. Truggys und Monster fuhren diesen Teil der Prüfung getrennt und die 28 Piloten der Monstertrucks stellten gegenüber den zwölf Truggys gleich klar, das ihre Lieblinge nicht nur zum Bashen taugen, sondern auch schnell sein können. Je zwei Teilnehmer fuhren gleichzeitig, das machte die ganze Sache extrem spannend, zumal es die Strecke mit zahlreichen Sprüngen und engen Kurven wirklich in sich hatte. Der jeweilige Sieger kam eine Runde weiter, so war trotz des angedachten Spaßfaktors auch ein kleines bisschen Rennfeeling dabei. Große Pausen und lange Wartezeiten waren Fehlanzeige. Bei 40 Teilnehmern war ein enger Zeitplan gefragt und der hatte nach dem Short-Curse-Rennen bereits die nächste Disziplin auf dem Zettel. Pulling war angesagt. Zwischen den Wertungsläufen wurden Sonntag noch ein Schauspringen und zwei Kurzrennen über eine Runde in den getrennten Klassen für Verbrenner und Elektro gefahren.

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Gerade bei den Verbrenner-Modellen waren Startvor­bereitungen, wie beispielsweise den Motor auf Temperatur zu bringen, vonnöten

Das Pulling ist sicher mit eine der spektakulärsten Disziplinen, denn hier wird es richtig laut und staubig. Ein mit Wasserflaschen bepackter Schlitten musste im besten Fall über die Distanz von 20 Meter gezogen werden. Das zu ziehende Gewicht bestimmte das Gewicht des Fahrzeugs. Ab 5 Kilogramm wurde kräftig oben drauf gepackt. Der wie so oft wichtige richtige Reifen konnte hier eine extrem gute Hilfe sein. Auch die Formel „Hubraum ist alles“ wurde beim Pulling bestätigt. Die Monstertrucks mit reichlich Leistung waren meist im Vorteil. Power war gefragt. So schien dies auch eine Disziplin für Brushlessantriebe zu sein. E-Revos oder umgebaute Truggys mit Strom für eine ganze Kleinstadt an Bord ließen so manchen Pullversuch der Nitro-Fahrer recht lächerlich aussehen. Trotz Zusatzgewicht auf dem Schlitten hämmerten sie einen Full-Pull nach dem anderen über die Bahn. Bei den Verbrennern ging dies oftmals zu Lasten der Kupplung. Die hatte dabei so einiges auszuhalten und auch die Motoren hörten sich leicht gequält an. Vor allem der Motor des HPI Savage von Hendrik Lübeck. Er powerte mit penetrantem Dauergas sein Triebwerk auf satte 210 Grad Celsius. Das befürchtete Plopp-Geräusch eines brechenden Pleuels blieb aber aus. Lediglich der Geruch von überhitztem Metall verbreitete sich bis ins Fahrerlager.

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Im Fahrerlager war immer gute ­Stimmung. Hier wurde geschraubt und jeder half jedem. So soll es sein

Flying high

Beim Sprungkontest gab es unterschiedliche Wertungen am Samstag und Sonntag. Samstag war Treffsicherheit gefragt, denn mit relativ kurzem Anlauf kam es nach dem Sprung über die Rampe auf Genauigkeit an. Eine Zielscheibe wurde in zirka 3 Meter Abstand hinter der Rampe ausgelegt und vom Mittelpunkt gemessen. Patrick Rücker (Monster) und Thorsten Bolscheid (Truggy) setzten ihre Marke jeweils genau mittig auf den Kreis. Es zählten jedoch nur gestandene Sprünge. Einer von zwei Versuchen kam letztlich in die Wertung. Sonntag das Ganze dann auf Weite. Nach dem ersten Sprung konnte jeder für sich entscheiden, ob er diesen oder eher den zweiten in Wertung übernehmen wollte. Mancher hatte hierbei falsch gepokert und sich deutlich verschlechtert.

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Viel Rauch um nichts – dieser Cen Genesis röhrte wie ein Elch, hatte aber doch gut zu kämpfen mit dem Zuggewicht

Den etwa 300 Zuschauern war dies natürlich vollkommen egal. Sie waren begeistert von der Show. Begeistert waren natürlich auch die Teilnehmer, die sichtlich Spaß an diesem Wochenende hatten. Am frühen Sonntagnachmittag endete das Auftakt-Event der Monster-Action-Tour 2009 mit der Siegerehrung. In der Klasse Monster stand Andreas Pietzsch nach diesem Wochenende ganz oben auf dem Treppchen. Sven Gefeller fuhr auf Platz zwei und Uwe Spittelmeister im Gesamtklassement auf den den 3. Rang. Chris Eber (Platz eins), Uwe Spittelmeister (Platz zwei) und Victor Döring auf Platz drei waren die Gewinner unter den Truggy-Piloten. Das Ergebnis war den meisten aber nicht so wichtig. Der Spaß stand für alle im Vordergrund und das konnte man sehen. Belohnt wurden viele Fahrer noch mit einem der fetten Sachpreise, die nach der Siegerehrung unter die Leute kamen. Als kleines Extra wurde spontan der jüngste Zuschauer an der Verlosung beteiligt und hatte die Glücksfee auf seiner Seite. Seine Nummer fiel auf einen Traxxas Bandit VXL mit Brushlessantrieb.

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Zu Lande und in der Luft: Bei der Monster-Action-Tour muss das RC-Car in verschiedenen Elementen beherrscht werden

Glück mit dem Wetter und ein gut vorbereiteter Parcours trugen sicher dazu bei, dass der Auftakt der Monster-Action-Tour ein voller Erfolg wurde. Als nächste Station steht vom 27. bis 28. Juni das Race-Center Munzig, organisiert von LRP electronic, auf dem Programm. Wer diesmal mit dabei sein will, der sollte sich noch schnell unter www.monster-action-tour.de anmelden. Be part of it – die Monster-Action-Tour wartet auf Dich.

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Ein Picknick im Fahrerlager hat noch nie geschadet. Wer aber keinen Bock auf Dosen-Eintopf hatte, konnte sich bei den Leckereien des extra engagierten Catering-Service versorgen

Monster-Action-Tour
Diesen Gipfel bezwangen längst nicht alle. Mehl auf der glatten Fläche erschwerte den erfolgreichen Abschluss beim Hill-Climbing

Monster-Action-Tour
So erging es vielen Fahrern, die mit zu viel Gas am Hang ins Schleudern kamen

Monster-Action-Tour
Schwung war bei einigen Hindernissen das einzig Wahre, um sie ohne Strafpunkte zu überqueren

Monster-Action-Tour
Moderator und ­Marketingmanager Gerhard Greiner (vorne) sowie ­Geschäftsführer Dieter Wörner ­konnten mit ihrem „Heimspiel“ auf dem Multiplex-Gelände absolut ­zufrieden sein

Monster-Action-Tour
Volles Haus: Rund um die Event-Fläche waren die Zuschauertribünen am gesamten Wochenende gut gefüllt

Monster-Action-Tour
Beim Zielspringen kam es nicht auf Weite, sondern auf Genauigkeit an. Es war nicht leicht, das Ziel auch ­wirklich exakt zu treffen

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Mit Vollgas ging es über die Sprunghügel der Rennstrecke. Schließlich wollte jeder als Erster im Ziel sein

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Monster-Action-Tour
Beim Short-Course-Rennen fuhren je zwei Fahrer der gleichen Klasse gegeneinander. Nach drei ­Runden mit schwierigen Sprüngen und engen ­Kurven kam nur der Sieger eine Runde weiter

Monster-Action-Tour
Auch ohne Verbrennungsmotor hinterließen die Elektro-Modelle ein schnittiges Renn-Bild. Ganz ohne Abgase und Lärm über die Piste zu bügeln, macht extrem viel Spaß

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Happy end: Am Ende gab es reichlich Sachpreise bei der Verlosung

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